Wertpapierdepot

Beim Wertpapierdepot handelt es sich um eine spezielle Form eines Bankkontos, welches für die Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren konzipiert wurde. Die Kontoführung ähnelt der eines normalen Girokontos. Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren sind Teil der Bankgeschäfte gemäß Kreditwesengesetz (KWG). Auch Edelmetalle werden auf Depotkonten geführt. Bei Anlagen in Fonds spricht man von einem Anlagekonto. Für die Gesamtheit aller Anlagen des Kontoinhabers wird der Begriff Portfolio verwendet.

Sämtliche Transaktionen von Wertpapieren werden im Wertpapierdepot erfasst. Es enthält als solches keinerlei Geldbeträge, sondern ausschließlich Wertpapierbestände. Gegenbuchungen hinsichtlich des Erwerbs oder Verkaufs von Wertpapieren finden auf den Girokonten des Inhabers statt. Hier werden auch Depotgebühren, Zinsen und Dividenden verrechnet. Anzahl und Wert der Anlagen müssen dem Bankkunden mindestens einmal im Jahr über einen Kontoauszug mitgeteilt werden. Der aktuelle Wert aller aufgeführten Anlagen wird auch als Depotvolumen bezeichnet. Von der Bank werden für die Kontoführung Depotgebühren verlangt (Tipp: Vor allem im Internet gibt es auch Depot-Anbieter, die für die Depotführung kein Geld verlangen, hier 2 Broker-Tipps dazu).

Wertpapierdepots sind in der Regel offene Depots mit Girosammelverwahrung. Dies bedeutet, dass es zu keiner Transaktion von Wertpapierurkunden kommt, sondern lediglich deren Werte gutgeschrieben werden. Beim ausgewiesenen Bestand handelt es sich also um ein virtuelles Guthaben. Wertpapierdepots können wie Girokonten als Einzel- und als Gemeinschaftskonto geführt werden. Letzteres wird auch als Oder-Depot bezeichnet. Hierbei muss festgelegt werden, ob jeder Kontoinhaber allein über das Konto verfügen kann, oder ob eine gemeinsame Verfügung bestehen soll.

Zur Geltentmachung von Rechten aus Wertpapieren, z.B. von Stimmrechten während einer Hauptversammlung, werden von Banken Hinterlegungsbescheinigungen ausgestellt. Aus diesen geht hervor, dass der Depotinhaber eine bestimmte Menge an Aktien am betreffenden Unternehmen hält.

Weitere Informationen zum Beispiel bei Wikipedia:
http://de.wikipedia.org/wiki/Wertpapierdepot

Depotkonto

Wer mit Aktien, Fonds und anderen Wertpapieren handeln möchte, benötigt ein Depotkonto. Abhängig von der Erfahrung des Anlegers bietet sich hierbei ein Wertpapierdepot bei der eigenen Hausbank oder aber ein Depot bei einem Onlinebroker an.

Hat man bereits erste Erfahrungen im Wertpapierhandel gesammelt und verfügt über entsprechendes Grundlagenwissen, bietet ein Depotkonto, welches ausschließlich online verwaltet wird, häufig die etwas günstigeren Konditionen (hier 2 Broker-Tipps, wo man günstig handeln kann). Zudem ist der Onlinebroker „rund um die Uhr“ verfügbar. Die persönliche Beratung eines Bankmitarbeiters entfällt beim Direktdepot jedoch.

Neben den Grundgebühren fallen bei einem Depotkonto zusätzlich die sogenannten transaktionsabhängigen Gebühren an: Dies werden meist pro Order berechnet, einige Onlinebroker bieten aber auch eine „flat fee“, d.h. Transaktionen zum Pauschalpreis, an. Anleger sollten zusätzlich auf Gebühren für Limits sowie Teilausführungen achten, ein entsprechender Depot Vergleich hilft hier bei der Auswahl eines Anbieters.

Einige Onlinebroker und Direktbanken kombinieren das Depotkonto zusätzlich noch mit einem Tagesgeldkonto (etwa bei der ING). Dieses dient als Verrechnungskonto für das Depot und Guthabenbeträge des Anlegers werden automatisch zum entsprechenden Zinssatz angelegt.

Musterdepot

Ein Musterdepot ist ein virtuelles Aktienkonto bzw. Spielgeld-Depot, in dem man Aktien verwalten kann, ohne diese wirklich kaufen zu müssen. Viele Anbieter stellen ein Musterdepot kostenlos zur Verfügung.

An der Börse empfiehlt es sich, zuerst einmal „trocken“ zu üben, also ohne echten Geldeinsatz. Früher hat man dies mit Hilfe von Stift und Papier getan. Man schrieb sich interessante Aktien auf, verglich die Kursentwicklungen und bekam so ein Gefühl für den Aktienhandel.

Heute bietet sich dafür ein Musterdepot an. In einem Musterdepot können Sie beliebig viele Aktien einstellen, sie quasi „auf dem Papier“ kaufen. So können Sie verschiedene Aktien im Blick behalten. Mit dem Musterdepot können Sie aber auch Strategien testen und sehen, welche für Sie funktionieren.

Es empfiehlt sich daher für jeden Aktienanfänger, ein Musterdepot anzulegen. Bei vielen Brokern kann man ein Muserdepot kostenlos eröffnen. Onvista.de bietet ein kostenloses Musterdepot für alle Interessenten an. Bereits seit einigen Jahren empfehlen wir das Onvista-Musterdepot, da es nichts kostet, völlig ohne Verpflichtungen abläuft und außerdem sehr leicht zu bedienen ist.

Um in einem Musterdepot Aktien zu verwalten, wählt man einfach die Aktien aus, die man beobachten möchte, und legt sich diese ins Depot. Gleichzeitig wählt man die Anzahl aus. So hat man auch nach längerer Zeit noch die Wertentwicklung und den Einkaufskurs im Blick.

Eine andere Möglichkeit für ein kostenloses Musterdepot ist die renommierte Social-Trading-Plattform Wikifolio.com. Dort können Sie auch vergleichen, wie die (öffentlichen) Musterdepots anderer Nutzer abgeschnitten haben.

Forex

Der Forexhandel gilt heute als der schnellste und liquideste Markt der Welt. Rund um die Uhr kann an der Forex mit Währungen gehandelt werden. Nicht nur für Investoren ist der Devisenmarkt wegen seiner geringen Geschäftskosten und seinem schnellen Mittelumlauf so interessant – auch Privatanleger entdecken zunehmend die hohen Renditen, die sich mit dem Devisenhandel bei entsprechender Erfahrung und dem notwendigen Fachwissen erzielen lassen. Die Forex ist die Alternative zum klassischen Aktienhandel -und stellt gerade für Trader, die vorrangig über kurzfristige Zeiträume handeln wollen, eine gute Möglichkeit dar.

Der Forex Handel wird überwiegend über das Internet abgewickelt – spezielle Forexsoftware ermöglicht das Abwickeln von Handelsgeschäften von jedem PC aus und gibt dem Anleger damit höchste Flexibilität. Wer wenig Zeit hat, kann auch einen so genannten Managed Account einrichten und die Profis für sich handeln lassen.
Die meist gehandelten Währungen auf dem Devisenmarkt sind der Dollar (USD), der Euro (EUR), der Schweizer Franken (CHF), das Britische Pfund (GBP) sowie der japanische Yen (JPY).
Das in Europa wichtigste Handelszentrum ist London, weltweit folgen die Börse in New York, sowie die Börsen in Frankfurt, Zürich und Tokio.
Der Forex Broker ist die Grundlage eines jeden Traders. Er stellt die entsprechende Software bereit, mit der der Zugang zur Forex erschlossen wird. Neben der Handelssoftware stellen die meisten Forex Broker auch weitere Services zur Verfügung, wie beispielsweise Analysetools, Charting Tools, News-Portale oder Währungsrechner, die den Handel an der Forex erleichtern. Auch das Bereitstellen von Realtimekursen zeichnet zahlreiche Broker aus – sie bilden eine weitere unentbehrliche Grundlage für jeden erfolgreichen Forex Trader.

ACHTUNG: Generell empfehlen wir KEIN Forex/Devisen-Trading, weil vielen Studien zufolge bis zu 90% aller Anleger Geld verlieren. Vor allem Privatanleger. Daher Finger weg vom Forex-Handel, vor allem gilt das für Börseneinsteiger!

Futures

Futures sind so genannt unbedingte Terminkontrakte. Mit einem Future wird ein Geschäft, das erst in der Zukunft ausgeführt wird, bereits jetzt abgeschlossen. So kann man auf zukünftige Entwicklungen wie z.B. den Getreide- oder Ölpreis spekulieren. Bei Futures kommt ein Hebel zum Einsatz. Das heißt, mit relativ wenig Einsatz werden große Geldmengen bewegt. Dementsprechend sind die Gewinnchancen sehr hoch, das Verlustrisiko im Extremfall aber unbegrenzt.

Fundamentalanalyse

Bei der Aktienanalyse unterscheidet man zwei grundsätzliche Analysemethoden. Die technische und die Fundamentalanalyse. Die Fundamentalanalyse versucht, künftige Entwicklungen aufgrund fundamentaler Daten des Unternehmens, wie Gewinn, Umsatz, Cashflow usw. vorherzusagen. Diese Kennzahlen werden ins Verhältnis zum aktuellen Kurs gesetzt. So erhält man Fundamentalkennzahlen wie das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV), das Kurs-Cashflow-Verhältnis (KCV) oder das Kurs-Buchwert-Verhältnis. Das Ziel besteht darin, eine Aktie zu finden, die mit dem aktuellen Kurs unterbewertet, also eigentlich mehr wert ist.

Fonds

Fonds

Fonds lassen sich als eine Art Sammelbecken für Kapital verstehen. Investmentgesellschaften erstellen einen Fonds und kaufen verschiedene Finanzpapiere (Aktien, Anleihen, aber auch Immobilien usw). Der Anleger kauft Anteile an diesem Fonds, statt direkt in die Einzelpapiere zu investieren. Die Vorteile der Fonds liegen darin, dass sie eine breitere Marktabdeckung ermöglichen, der Anleger sich nicht so sehr mit der Auswahl von einzelnen Aktien beschäftigen muss und das Risiko vermeintlich geringer ist. Die Nachteile sind allerdings die oft hohen Gebühren und die Tatsache, dass die meisten Fonds schlechter abschneiden als der zugehörige Vergleichsindex.

Euro Stoxx 50

Der Euro Stoxx 50 ist der europäische Leitindex. Er enthält die 50 größten europäischen Unternehmen, derzeit unter anderem Bayer, Danone oder Unilever. Der Euro Stoxx 50 gilt als führender europäischer Leitindex. An ihm kann man die Börsenentwicklung im europäischen Raum ablesen. Er ist ein Kursindex. Das bedeutet, dass die Dividenden unberücksichtigt bleiben, während diese beim Performanceindex reinvestiert werden.

Den Euro Stoxx 50 gibt es seit 1998. Wie die meisten Indizes hatte er im Jahr 2000 ein Allzeithoch und fiel dann dramatisch ab. Auch die Finanzkrise zeigte sich deutlich im Verlauf des großen europäischen Indexes.

Andere Leitindizes sind in Deutschland zum Beispiel der DAX, der TecDAX oder der MDAX und in den USA der S&P 500, der NASDAQ und der Dow Jones.

Emission

Ausgabe von neuen Aktien. Der Grund für die Ausgabe von Aktien ist die Beschaffung von Eigenkapital für das Unternehmen. Die Emission von Aktien findet im Rahmen eines IPO (Initial Public Offering), also des Börsengangs, oder auch im Rahmen einer Kapitalerhöhung statt.

Emerging Markets

Emerging Markets ist die englische Bezeichnung für die Aktienmärkte in “Schwellenländern”, also aufstrebende Nationen mit teils starkem Wirtschaftswachstum. Investitionen in Emerging Markets bringen vielfach hohe Renditen, bergen aber auch enorme Risiken. Zu den Risiken zählen neben dem generellen Risiko am Aktienmarkt auch das Risiko politischer Unruhen, das Währungsrisiko und politische Risiken wie zum Beispiel Enteignungen. Manche Fonds investieren ausschließlich oder überwiegend in Emerging Markets.

Zu den Emerging Markets gehören zur Zeit die Volksrepublik China, Indien sowie zahlreiche kleinere Staaten in Asien und Osteuropa.