Die Dividend Low 5-Strategie


Eine Variante der Dividendenstrategie nach Graham geht zurück auf das Investmenthaus Prudential Securities und nennt sich „Dividend Low 5-Strategie“. Hier kommt ein psychologischer Aspekt mit ins Spiel, der das Ergebnis der Strategie weiter verbessern kann.

Auch diese Strategie kommt mit einem Minimum an Arbeit aus. Man kann sagen, dass sie die Vorteile der Dividendenstrategie nach Graham mit einer höheren Rendite verknüpft.

Zwischen 1987 und 2001 hat sie den DAX im Durchschnitt jedes Jahr um 100% geschlagen (25% vs. 12%). Seltsamerweise funktioniert die Strategie in den USA sehr gut und ebenfalls in Deutschland, im Rest Europas allerdings eher nicht (was uns ja eher entgegen kommt :).

In den letzten Jahren funktionierte die Strategie in Deutschland sogar bedeutend besser als in den USA, da immer weniger US-Unternehmen Dividende ausschütten, ganz im Gegensatz zu deutschen Unternehmen.

Die Dividend Low 5-Strategie schlägt ebenfalls vor, aus einem Index die 10 Aktien mit der höchsten Dividendenrendite auszusuchen. Von diesen wählt man dann allerdings die 5 Werte mit dem geringsten Kurs aus und legt sich diese ins Depot. Auch hier werden die Aktien wieder ein Jahr lang gehalten und dann überprüft.

Der Grund, warum man hier gerade den niedrigsten Kurs und keine anderen Bewertungskennzahlen heranzieht, ist ein psychologischer. Diese Aktien sehen einfach billiger aus! Es gibt Studien darüber, dass die Mehrheit der Anleger eher einen optisch günstigen Titel kauft als einen dem Kurs nach teuren, was man sich mit dieser Strategie zu Nutze macht.

  1. Dividendenrenditen der Aktien eines Indexes auflisten
  2. Die 10 Aktien mit der höchsten Dividendenrendite aussuchen
  3. Aus diesen Aktien die 5 Werte mit den geringsten Kursen zu gleichen Teilen kaufen
  4. Aktien 1 Jahr im Depot halten, dann abgleichen

Es gibt einige Ansätze, die Dividend Low 5-Strategie noch weiter zu verbessern. Eine Abwandlung dieser Methode ist die Strategie aus dem Buch „Mit Aktien ein Vermögen aufbauen“ von Bernd Rittmann (übrigens ein ziemlich gutes Buch für Einsteiger). Allerdings beobachtet Rittmann sein Depot nicht jährlich, sondern vierteljährlich, jeweils am Quartalsende.

Zum anderen hat er bestimme Ein- und Ausstiegssignale, die ihm anzeigen, wann er ein Aktienengagement eingehen kann und wann er sein Depot auflösen muss. Rittmann beobachtet dazu die deutsche Umlaufrendite. Genaueres können Sie in seinem Buch nachlesen.

Jetzt kennen Sie einige Strategien, wie Sie mit wenig Aufwand dauerhaft Erfolg an der Börse haben können. Trotz allem sollten Sie sich an der Börse gut gegen mögliche Verluste absichern. Wie das geht, zeigen wir Ihnen auf den nächsten Seiten.

Weiter geht´s mit der Sequenzhandel-Strategie Absicherung des Vermögens

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